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Aus: http://www.wpinstitute.org/news/docs/WPI_Erlwein_010610.pdf 

Frankie Vigil
R&R Partners for
Whittemore Peterson Institute 
775-336-4555
frankie.vigil@rrpartners.com 

Das Whittemore Peterson Institute (WPI) hat das Papier mit dem Titel
“Failure to Detect the Novel Retrovirus XMRV in Chronic Fatigue Syndrome.”
überprüft. Diese Studie hat nicht die exakten wissenschaftlichen Techniken
verwendet, die vom WPI, dem National Cancer Institute und der Cleveland
Clinic eingesetzt werden und kann deshalb nicht als Replikationsstudie
betrachtet werden. Die Ergebnisse zeigen nicht nur, dass man darin versagt
hat, das XMRV zu bestimmen, sondern dass es auch nicht gelungen ist,
irgendein sinnvolles oder aussagekräftiges Ergebnis zu erzielen.
Die wissenschaftlichen Verfahren,die vom WPI eingesetzt werden, sind sehr
exakt und erfordern spezielle Techniken, um fehlerfreie Ergebnisse zu
gewährleisten. Die Unterschiede der von Erlwein et al. eingesetzten
Techniken erklären nicht nur ihr Scheitern darin, die WPI-Studie zu
replizieren, sondern führen auch dazu, dass die Schlussfolgerungen daraus
ohne Bedeutung sind. Diese Unterschiede beziehen sich auf die folgenden
Punkte - sind jedoch nicht allein darauf beschränkt:
1. Menge und Verarbeitung der Blutproben;

2. Kriterien für die Auswahl der untersuchten Patienten/Unterschiede in der
Patientenpopulation;

3. Anzahl und Art der Tests, um exakte Ergebnisse sicherzustellen,
einschließlich der Kulturen weißer Blutzellen;

4. Einsatz einer molekularen Plasmidkontrolle in Wasser gegen eine positive
Blutprobe; und

5. andere Primersequenzen und Amplifikationsprotokolle zum Aufspüren des
Virus, die nicht durch eine klinische Kontrollgruppe validiert wurden.

Die WPI-Studie wurde erst nach sechs Monaten strenger Überprüfungen und der
Bestätigung der Ergebnisse durch drei unabhängige Labore veröffentlicht, die
bewiesen, dass es keine Kontamination im Labor gab und dass infektiöses XMRV
bei 67 Prozent der CFS-Patienten vorlag, die nach den Kanadischen und den
Fukuda-Kriterien ausgewählt worden waren. Im Unterschied dazu wurde diese
jetzt veröffentlichte Studie bereits nach drei Tagen der Überprüfung online
veröffentlicht. Es bleiben beträchtliche und entscheidende Fragen
hinsichtlich des Stellenwerts der Blutproben der Patienten, die in der
britischen Studie verwendet wurden, da diese Proben möglicherweise mit
erschöpften psychiatrischen Patienten verwechselt wurden, da in
Großbritannien "CFS"-Patienten in die psychiatrische und nicht in die
normale medizinische Versorgung verwiesen werden.
"Man weiß noch sehr wenig über die weltweite Häufigkeit des XMRV, und noch
viel weniger über das Vorkommen des XMRV bei ME/CFS oder Prostatakrebs,"
betont Dr. Judy Mikovits. "Das WPI und seine Mitarbeiter beim National
Cancer Institute arbeiten eng mit internationalen Forscherteams zusammen, um
diese wichtigen Fragen zu untersuchen."
Das WPI empfiehlt nicht den Einsatz von antiretroviralen Medikamenten, bei
denen ein Beweis für die Wirksamkeit in der Behandlung einer XMRV-Infektion
noch aussteht. Jedoch haben mehrere große Pharmaunternehmen ihr Interesse
daran geäußert, antiretrovirale und immunmodulierende Medikamente zu
entwickeln, die dann für eine wirksame Behandlung von XMRV-assoziierten
Krankheiten eingesetzt werden können.
Das WPI ist gespannt auf die Ergebnisse anderer Wissenschaftlergruppen auf
der ganzen Welt, die ernsthaft an der Replikation der wissenschaftlichen
Ergebnisse des WPI arbeiten, indem sie die gleichen Techniken wie das WPI
und mit ihm zusammenarbeitende Institutionen verwenden. Die Tatsache, dass
XMRV in der US-Studie bei 67 Prozent der Proben von CFS-Patienten gefunden
wurde, beweist einen signifikanten Zusammenhang zwischen XMRV und CFS und
erfordert eine sehr viel ernsthaftere Untersuchung durch die
verantwortlichen Institutionen des Gesundheitswesens auf der ganzen Welt, ob
dieses Virus die Ursache dieser lähmenden Erkrankung sein könnte.
Whittemore Peterson Institute

Zweck und Aufgabe des Whittemore Peterson Institute for Neuro Immune Disease
ist es, wissenschaftliche Entdeckungen, Wissen und wirksame
Behandlungsansätze für Patienten bereitzustellen, die an Erkrankungen
leiden, die durch eine erworbene Fehlsteuerung des Immun- und Nervensystems
verursacht werden und die oft in lebenslanger Krankheit und Behinderung
enden. Das WPI ist weltweit das erste Institut, dass sich der Erforschung
von XMRV-assoziierten neuroimmunologischen Krankheiten (XAND - X associated
neuro-immune disease) und anderen mit XMRV zusammenhängenden Krankheiten
widmet, indem die Behandlung von Patienten, Grundlagen- und klinische
Forschung sowie Weiterbildungsangebote für Mediziner miteinander verflochten
werden.  

 


Last Update: 13 February 2010




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